Hornvarefabrikken

Wer in den Laden und die Werkstatt der Hornwarenmanufaktur in Bøvlingbjerg eintritt, kommt in eine Welt der Farben, Formen und der alten Handwerkstraditionen.

Die Inhaber der Hornvarefabrikken Sara Bruun Buch und ihr Mann Peder Frølund Buch möchten gerne, dass ihre Gäste im Laden das Telefon weglegen und nicht auf die Uhr sehen. Stattdessen sollten sie im Laden umhergehen und das Ganzheitserlebnis eines Besuches in der Hornvarefabrikken genießen. Hier gibt es kein „nur sehen – nichts berühren“, im Gegenteil, man soll die Hornwaren selbst erforschen. Sie zwischen den Händen drehen und wenden, den richtigen Kamm, die Haarspange, den Schmuck oder den Löffel finden.

Es begann mit einem Löffel

Die Hornvarefabrikken in Bøvlingbjerg existiert seit 1935 und anfangs wurden hauptsächlich Löffel produziert. Auch heute werden diese noch in vielen Variationen gefertigt und sind immer noch beliebt.

Im Jahr 2007 sah die Zukunft der Hornvarefabrikken schwarz aus. Die damaligen Besitzer näherten sich dem Ruhestandsalter und hatten niemanden, der die Fabrik übernehmen konnte. Fast durch einen Zufall erfuhr Sara Bruun Buch, dass die Hornvarefabrikken in ihrem und dem Heimatdorf ihres Mannes in Gefahr war, nicht weitergeführt zu werden und das endete damit, dass sie das Geschäft am 1. Oktober 2008 übernahmen. Mit im Gepäck hatte Sara eine Ausbildung im Seminar für Kunst und Handwerk in Kerteminde und eine Menge Wagemut.

Das Warensortiment der Hornvarefabrikken wurde nun erweitert. Besonders der Schmuck setzt sich durch. Peder Frølund Buch erzählt, dass der Laden in nächster Zeit ein Facelifting erhalten soll, um den Schmuck besser herauszustellen.

Der Weg des Horns

Die Hornvarefabrikken bezieht ihr Horn hauptsächlich aus Nigeria und kein Horn gleicht dem anderen. Darum gibt es nicht nur große Farbunterschiede von Ware zu Ware, sondern auch ein faszinierendes Farbenspiel bei jedem einzelnen Stück. Jedes ist ein Unikat.

Bis das Horn, das in den hinteren Räumen lagert, als fertiges Produkt im Laden endet, muss es durch viele Prozesse. Es wird gesägt, dann geformt und erhitzt, zugeschnitten, geschliffen und poliert und zuletzt kontrolliert. Ein Hornlöffel muss 18 Prozesse durchlaufen, bevor er durch das Nadelöhr geht und im Laden liegen darf.

Mehrere Schmuckstücke des Sortiments sind gelockt und geknotet, das alles kann man mit Horn machen, wenn es in Öl erwärmt worden ist.

Da ein Teil der großen Hörner nicht verwertet werden kann, gibt es eine Menge Restabfall. Dieser Rest kann aber auch gekauft werden – er ist als Dekorationsmaterial beliebt.

Erleben Sie das Ganze

Der Laden der Hornvarefabrikken liegt in Verbindung mit der Werkstatt. Durch große Fenster kann man alles sehen, was drinnen vor sich geht. Sara Bruun Buch und Peder Frølund Buch möchten es gerne zeigen und den Leuten die Möglichkeit geben, den ganzen Prozess des alten Handwerks zu verfolgen – diese Möglichkeit gibt es nirgends sonst in Dänemark. Hornvarefabrikken ist die einzige ihrer Art. Das ganze Jahr hindurch kann man die Werkstatt besuchen und die Herstellung der handgefertigten Unikate beobachten.

Sie können alles berühren, die Löffel, die Becher, den Weihnachtsschmuck – ja, nur die Fantasie setzt Grenzen dafür, was aus Horn gemacht werden kann. Doch gemeinschaftlich für alle Waren gilt, dass sie aus hundertprozentigem Naturmaterial mit seinen eigenen Farben sind – nur bei den Formen hat Sara Bruun Buch ihre Finger im Spiel.

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