Mønsted Kalkgruber

 

„Ist das hier wirklich Dänemark?“ „Ich hätte nie geglaubt, dass es so etwas in Dänemark gibt!“ „Absolut magisch, etwas unheimlich, aber sagenhaft spannend!“

Solche Kommentare hört man für gewöhnlich von den Besuchern der Kalkgruben in Mønsted. Die Leute sind völlig überrascht von dem, was sie erwartet, wenn sie durch das große Tor am Eingang der Kalkgruben treten. Hier gibt es große Höhlen, die Kathedralen gleichen und niedrige schmale dunkle Gänge. Viele denken dabei an Tropfsteinhöhlen im Ausland.

Ein großer Teil der Faszination rührt daher, dass die Kalkgruben von Menschen geschaffen wurden. Früher waren sie einmal der tägliche Arbeitsplatz für viele Männer und Frauen der Gegend. Im Schein der qualmenden Petroleumleuchten schlugen die Männer den Kalk ab und die Arbeit der Frauen bestand darin, den Kalk durch die langen gewundenen und oft niedrigen Gänge nach draußen zu schleppen. Bis zu einer Tonne musste jede Frau am Tag nach oben tragen. Später wurde der Job der Frauen von den Pferden übernommen, die die Wagen voller Kalk aus der Grube zogen. Der Bedarf an Kalk stieg unter anderem, als man begann die vielen Kirchen zu bauen, die wir überall im Land sehen. Der Betrieb des Kalkabbaus in Mønsted wurde erst 1956 eingestellt. Insgesamt erstrecken sich die labyrinthartigen Höhlengänge über 60 Kilometer in sechs Etagen und damit sind sie die größten zusammenhängenden Kalkgruben der Welt.

Die Vermittlung der Geschichte

Die Geschichte des Kalks und der Gruben wird in einem unterirdischen Kino gezeigt. Tief innen in den Gruben an dem größten spiegelblanken Grundwassersee wird die Geschichte durch eine Multimediashow gezeigt. Bilder und Animationen werden auf die rohen Kalkwände projiziert und spiegeln sich in der Oberfläche des Sees wider. Das alles wird von feierlicher Musik und der Stimme des Sprechers begleitet und erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre.

 

Oben, wieder im Tageslicht befindet sich das Kalkwerk, das heute als Museum fungiert. Hier wird ein Film über die Geologie und die historische Entwicklung für den Abbau und das Brennen des Kalks gezeigt. In der Ausstellung mit Miniaturmodellen der Kalkgruben, dem offenen Bruch und dem Kalkwerk kann man auf Entdeckung gehen.

Auch die ehemalige Wohnung des Betriebsleiters ist als Museum eingerichtet und gibt einen Einblick in seine Lebensumstände und die der Arbeiter in den Kalkgruben. Bilder zeigen die Geschichte des Ortes.

Für alle zugänglich

Die Mønsted Kalkgruben wollen eine Touristenattraktion für alle sein. Darum hat man sein Augenmerk darauf gerichtet, auch Rollstuhlfahrern das großartige Erlebnis beim Besuch der Kalkgruben möglich zu machen. Ein Betonweg führt vom Kassenhaus zum Eingang der Höhlen und in den Gruben können sie über Betonwege oder auf Holzböden und Stegen fahren und so ein gutes Stück in die Gruben hineinkommen und auch das unterirdische Kino besuchen.

Es war ein großes Stück Arbeit, die Kalkgruben für alle zugänglich zu machen und es ist geglückt. So sehr, dass Mønsted Kalkgruben eine internationale Anerkennung bekommen haben und den 2. Preis bei The European Garden Award erhielten. Dabei wird die Zugänglichkeit für alle bewertet, ohne dass die schöne Natur beeinträchtigt wird, und damit außer Rollstuhlfahrern auch Kinderwagen und Menschen mit Gehhilfen Zugang haben. Im Zeitraum vom 15. Mai bis zum 15. August besteht auch die Möglichkeit, mit dem Minenzug in die Gruben transportiert zu werden.

So können alle den Flügelschlag der Geschichte unter der Erdoberfläche spüren.

Weitere Aktivitäten

Attraktion

Nørre Vosborg

Geschmack von Westjütland

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