Kystcentret

Probiert Dänemarks einzigen großen Sandbankslücken-Simulator, macht Riesenwellen an verschiedenen Wellenmaschinen, baut Deiche und lasst ein Unwetter kommen, fühlt den Treibsand unter den Füssen, lernt etwas über Gezeiten, Badesicherheit und die Steine am Strand. All dies und mehr kann man im Kystcentret in Thyborøn erleben oder ausprobieren.

Die Nordsee hat zu allen Zeiten eine besondere Bedeutung für die Menschen gehabt, die an der Westküste Jütlands wohnten und wohnen. Das Meer ist ein Arbeitsplatz, ein Magnet, eine Attraktion und ein ewig veränderliches Naturphänomen. Wohl auch deshalb lassen so viele Touristen sich zu frohen und gemütlichen Urlaubstagen an die Westküste Jütlands locken.

Für die Menschen, die hinter dem Kystcentret stehen, ist es wichtig, Informationen über das Meer und seine Kräfte weiterzugeben und das erreichen sie durch die Ausstellung, in der man selbst aktiv werden kann. „Wir lernen ja am besten, wenn wir selbst etwas erproben dürfen und die Dinge am eigenen Körper fühlen“, erklärt Karen Marie Pedersen, Leiterin des Kystcentret in Thyborøn.

Das Kystcentret bietet viele Erlebnisse für alle Altersgruppen. Denn, außer durch Spiele und Erlebnisse etwas über die Kräfte der Nordsee zu lernen, berichtet das Kystcentret auch über Ereignisse, die dem Besuch dort eine extra Dimension hinzufügen.

Strandungen waren zum Beispiel ein alltäglicher Teil des Lebens an der Nordsee und darum gehören diese Geschichten auch ins Kystcentret. Besonders eine Strandung hatte große Bedeutung für die Gegend. In einer Herbstnacht des Jahres 1868 erlitt eine russische Kriegsfregatte, die Alexander Nevskiij (Newski) Schiffbruch. An Bord befand sich auch der Sohn des russischen Kaisers. Einheimische Fischer unternahmen eine außerordentliche Rettungsaktion und retteten Hunderte von russische Seeleuten. Der russische Kaiser belohnte die einheimischen Helden mit Medaillen und Geldgeschenken. Einer der Fischer hieß Peiter Hyld. Sein Bild und seine Geschichte werden in der Ausstellung über die Strandungen im Kystcentret gezeigt. Auf dem Bild ist die Medaille zu sehen, die er bekam. Vor wenigen Jahren kontaktierte Peiter Hylds Urenkel das Center und die Familie übergab Kystcentret die Medaille als Leihgabe, die nun in einem kleinen Glasschaukasten neben Peiter Hylds Bild zu sehen ist. Gehen Sie im Kystcentret auf geschichtliche Entdeckung.

Im Kystcentret in Thyborøn entfaltet sich ein Meer von Möglichkeiten. Außen dem Obengenannten gibt es eine Abteilung mit dänischen Lurchen und Kriechtieren. Die Kleinsten lockt der Streichelzoo mit Ziegen und Kaninchen.

Es gibt weiterhin eine große Außenanlage mit einem 3000 qm großen ”Küstenspielplatz“ und eine Bunkerausstellung, die die wahre Geschichte des Schildkrötenspions aus dem 2. Weltkrieg erzählt. Dort befindet sich auch ein schöner überdachter Platz mit Grill, wo man sein mitgebrachtes Essen zubereiten und genießen kann und nicht zuletzt auch ein toller Aussichtspunkt, der als der beste Thyborøns bezeichnet wird und von dem man Meer und Fjord sieht – und fast bis hinüber nach England.

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